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Aktuelles aus dem Beirat Inklusion
Auf dieser Seite veröffentlicht der Beirat Inklusion für Menschen mit Behinderung in loser Folge Berichte über seine Ziele, Aktivitäten und Ergebnisse.
Im Ratssaal der Gemeinde Henstedt-Ulzburg stehen Menschen mit Hörbeeinträchtigung Unterstützungssysteme zur Verfügung, die barrierefreies Hören und umfassende Teilhabe an Veranstaltungen ermöglichen. Zwei mobile Sets aus Kopfhörern und Empfängern können vor den Sitzungen ausgeliehen werden. Sie bieten eine flexible Lösung für Gäste ohne eigenes Hörgerät, da sie den Ton der Mikrofonanlage klar und direkt übertragen. Ebenso ermöglicht die induktive Höranlage, dass Hörgeräte und Cochlea‑Implantate das gesprochene Wort ohne Störungen empfangen.
Am Dienstag, 10. März, um 18.30 Uhr stellt sich der aktuelle Beirat Inklusion im Ratssaal des Rathauses, Rathausplatz 1, vor. Interessierte erfahren, welche Ziele in der laufenden Amtszeit erreicht wurden, wie der Beirat arbeitet und welche Mitwirkungsmöglichkeiten es gibt. Fragen aus dem Publikum sind ausdrücklich willkommen. Das Rathaus ist rollstuhlgerecht. Hörhilfen wie Induktionsschleifen und Headsets sind vorhanden.
Die Stärkung der Rechte von Menschen mit Behinderung wird in der Gemeinde Henstedt-Ulzburg großgeschrieben. Bereits seit fünf Jahren setzt sich der 2020 gegründete Beirat Inklusion für Menschen mit Behinderung für die Belange von Henstedt-Ulzburgerinnen und Henstedt-Ulzburger mit Beeinträchtigung ein. Die erste Wahlzeit des Beirats endet in diesem Jahr und Neuwahlen stehen an. Dafür werden Bürgerinnen und Bürger mit Behinderung oder Interessierte aus deren Umfeld gesucht, die Mitglied im Beirat Inklusion werden möchten.
Bei den Kindern sowie Jugendlichen sowie auch den zahlreichen Projektbeteiligten ist noch etwas Geduld gefragt: Der Platz der Kinderrechte, der an der Straße Dammstücken als ein inklusiver Spielplatz entsteht, wird voraussichtlich erst im September eröffnet. Im April fand der Spatenstich statt. Seitdem hat die ausführende Firma Travepark aus Norderstedt die Neugestaltung vorangetrieben.
Bereits vor zehn Jahren erstellte die Gemeinde Henstedt-Ulzburg ihren „Aktionsplan Inklusion“. Dabei handelt es sich um einen Maßnahmenkatalog, der zum Ziel hatte, die Voraussetzungen für ein möglichst barrierearmes Miteinander sicherzustellen. Die Erarbeitung des „Aktionsplans Inklusion“ erwies sich als ein aufwändiges Projekt, denn es brauchte die intensive Mitarbeit vieler Menschen, die zudem aus möglichst unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, Institutionen und Vereinen zusammenkommen sollten. In mehreren Workshops zu Themen wie zum Beispiel „Wohnen“, „Mobilität“ und „Freizeit“ wurden seinerzeit 71 konkrete Maßnahmen identifiziert und im „Aktionsplan Inklusion“ festgeschrieben. Für die Inklusionsbeauftragten für Menschen mit Behinderung der Gemeinde Henstedt-Ulzburg, Uta Herrnring Vollmer und Britta Brünn, war Anfang des vergangenen Jahres die Zeit gekommen, sich diese Maßnahmen erneut anzuschauen, die bisherigen Umsetzungen zu bewerten und gegebenenfalls Nachjustierungen vorzunehmen.
Ab sofort gibt es „Die nette Toilette“ in Henstedt-Ulzburg. Das Beste an der Aktion ist, dass es nicht nur eine, sondern dank der Unterstützung durch ortsansässige Unternehmen und Gastronomiebetriebe gleich mehrere „nette Toiletten“ im Gemeindegebiet sind. Der Beirat Inklusion, dabei allen voran Birgit Groth, hatte sich dafür stark gemacht, dass dieses Projekt in Henstedt-Ulzburg umgesetzt wird. Nachdem die Gemeindepolitik für 2025 die nötigen finanziellen Mittel bewilligt hatte, sorgte eine Arbeitsgruppe bestehend aus Mitgliedern aus dem Beirat Inklusion, dem Seniorenbeirat, den Inklusionsbeauftragten für Menschen mit Behinderung und der Verwaltung für die Realisierung des Projekts.