Verfahrensablauf

Integriertes Gemeindeentwicklungskonzept (kurz: IGEK)

Ein Integriertes Gemeindeentwicklungskonzept gehört zu der Gruppe der informellen Planungsinstrumente. Eine informelle Planung ist im Ablauf nicht bzw. nicht in der Genauigkeit geregelt wie formelle Planungen (z. B. Aufstellung von Bebauungsplänen) und kann daher je nach Anlass, Akteuren und räumlichen Situationen flexibel ausgestaltet werden.

Der Gesamtprozess basiert an sich auf vielen bereits erfolgreich durchgeführten integrierten Konzepten. Er teilt sich in folgende fünf Phasen auf:

1. Start

  • Bildung eines Kernteams
  • Systematische Koordination und Organisation des Verfahrens
  • Entwicklung einer Methodik und des Prozessablaufs
  • Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit

2. Bestandsaufnahme und Dialog

  • Planerische gesamtörtliche und themenübergreifende Bestandsaufnahme
  • Analyse und Auswertung bestehender regionaler und lokaler Konzepte und Pläne
  • Überprüfung und Bewertung bisheriger Leitlinien
  • Erstellung einer zusammenfassenden Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken Henstedt-Ulzburgs (SWOT-HU) sowie deren öffentliche Auslegung und Nachbearbeitung
  • Durchführung einer Auftaktveranstaltung
  • Durchführung von 5 ortsteilbezogenen Bürgerbeteiligungen
  • Durchführung von Zielgruppenbeteiligungen (Kinder, Jugendliche, Senioren)
  • Durchführung einer Bürgerwerkstatt
  • Dialogveranstaltung zu den Strategien und Handlungsprogrammen sowie Priorisierung der Maßnahmen
  • Abschlussveranstaltung

3. Strategien und Ziele

  • Erstellung eines Maßnahmen- und Kriterienkatalogs aus allen Dialogveranstaltungen
  • Bewertung und Machbarkeitsanalyse der Maßnahmen 
  • Entwicklung von Teilstrategien
  • Entwicklung von Zielen und Entwicklungsschwerpunkten, aus dem Prozess ableitend
  • Entwicklung von räumlichen Leitbildern und Schwerpunkten 

4. Handlungsprogramme und Masterplan

  • Entwicklung von 6 Handlungsprogrammen mit themenübergreifenden Handlungsfeldern, strategischen Leitzielen, operativen Soll-Zielen und messbaren Maßnahmen
  • Identifizierung von Schlüsselprojekten
  • Priorisierung der Maßnahmen 
  • Entwicklung eines Masterplanes hu2030+
  • Erarbeitung eines Maßnahmenplanes hu2030+

5. Umsetzung und Evaluierung

  • Erstellung eines Finanzierungs- und Maßnahmenkonzepts sowie Förderdatenbank aus diversen Programmen des Bundes und Landes, Initiativen sowie neue Konstellationen zu den priorisierten Maßnahmen
  • Zusammenfassung aller Ergebnisse des IGEK-Prozesses
  • Erarbeitung einer Umsetzungsstrategie
  • Erstellung und Beschluss des Abschlussberichtes