Einheitsstein in den Europagarten versetzt

Es ist ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt, Verbundenheit und gemeinsame Geschichte: Der Einheitsstein wurde in den Europagarten versetzt. Zusammen mit Gästen aus der Politik – neben dem Bürgervorsteher waren die Fraktionsvorsitzenden sowie die Mitglieder des Hauptausschusses eingeladen – begrüßte Bürgermeisterin Ulrike Schmidt den Stein an seinem neuen Standort. Die kleine Feierstunde fand passenderweise am Tag der Deutschen Einheit statt, um die besondere Bedeutung als Erinnerungs- und Begegnungsort noch einmal mehr zu unterstreichen.
„Heute feiern wir die Versetzung unseres Einheitssteins. Er stand bislang vor dem Naturbad Beckersberg – und ist dort zuletzt in einem nicht wirklich angemessenen Umfeld doch etwas untergegangen. Als Hauptausschussmitglieder, die am 15. September einstimmig den Beschluss gefasst haben, dass der Einheitsstein in den Europagarten versetzt wird, kennen Sie die Hintergründe nur zu gut. Ich freue mich sehr, dass diese Entscheidung getroffen wurde und die Mitarbeitenden vom Baubetriebshof sogleich die Arbeit aufgenommen haben, um den Stein an seinen neuen Standort zu bringen. Und ich danke allen Beteiligten ganz herzlich dafür“, sagte Ulrike Schmidt. „Schließlich bietet der Europagarten einen geeigneten und öffentlich wahrnehmbaren Standort, um die Bedeutung des Einheitssteins und seine Verbindung zur deutschen Wiedervereinigung dauerhaft hervorzuheben. Wir haben diesem Stein einen neuen Platz gegeben, aber seine Bedeutsamkeit hat er mitgenommen.“ In ihrer Ansprache ließ die Bürgermeisterin nicht nur die Historie Revue passieren, sondern schlug auch die Brücke in die Gegenwart. „Der Einheitsstein ist ein Stück Geschichte – und gleichzeitig ein Zeichen für die Gegenwart“, erklärte sie. „Denn Demokratie, Freiheit und Zusammenhalt sind nichts, was man einmal erreicht und dann für immer besitzt. Sie müssen immer wieder mit Leben gefüllt werden. Das beginnt nicht nur in den Parlamenten, sondern hier vor Ort: in unseren politischen Gremien, Vereinen, Familien und Nachbarschaften. Es zeigt sich darin, ob wir einander zuhören, unterschiedliche Meinungen aushalten und bereit sind, miteinander im Gespräch zu bleiben.“
