Das Integrierte Gemeindeentwicklungskonzept (IGEK)
Das Integrierte Gemeindeentwicklungskonzept “hu2030+” stellt eine Gesamtstrategie für die langfristige Entwicklung der Gemeinde und der einzelnen Ortsteile auf und dient als Planungs- und Steuerungsinstrument der Gemeindeentwicklung. Es dient dazu, einen ganzheitlichen Orientierungsrahmen aufzuzeigen und wichtige Handlungsfelder, Ziele sowie konkrete Maßnahmen für die kommenden Jahre über das Jahr 2030 hinaus zu definieren. Das Konzept wurde in einem umfassenden Prozess von 2018 bis 2022 in der Gemeinde unter umfassender Beteiligung der BürgerInnen und Bürger erarbeitet.
Das Konzept analysiert zunächst die bestehenden Rahmenbedingungen, Stärken und Schwächen der Gemeinde sowie zukünftige Chancen und Herausforderungen. Darauf aufbauend werden Leitziele und Entwicklungsschwerpunkte formuliert. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen dienen als Orientierung für politische Entscheidungen, kommunale Investitionen und zukünftige Planungen.
Das Integrierte Gemeindeentwicklungskonzept greift dabei auch bestehende Konzepte und Planungen auf und bringt diese räumlich und thematisch zusammen.
Verfahrensablauf
Der Gesamtprozess teilte sich in folgende fünf Phasen auf:
Handlungsfelder und Leitziele
In einem umfassenden Prozess wurden verschiedene Themen behandelt, aus denen sich folgende Handlungsfelder und entsprechende Leitziele ergaben:
- Schützen und bewahren
Schutz der ökologischen Landschaftsräume und Etablierung eines naturnahen Lebensumfelds - Fortbewegen und vernetzen
Einleitung der Verkehrstransformation unter bedarfsgerechten Mobilitätsanforderungen - Wohnen in allen Lebenslagen
Sozialverträgliche Wohnraumentwicklung unter Berücksichtigung ressourcenschonender Flächennutzung und individuellen Ortsteilcharakteren - Erholen, erleben und engagieren
Förderung von Aktivitäten und persönlicher Entfaltung durch eine attraktive Kultur, Sport – und Freizeitangebot - Teilhaben und sozial handeln
Nachholender Ausbau einer bedarfsgerechten sozialen Infrastruktur zur Sicherung der Daseinsvorsorge - Agil verwalten, Bürgerservice und Mitarbeiterorientierung
Weiterentwicklung einer mordernen, kommunikativen und umsetzungsorientierten Verwaltung - Wirtschaften und arbeiten
Nachhaltige Finanz- und Wirtschaftsdienstleistungen zur Sicherung aller kommunalen Aufgaben
Alle Handlungsfelder werden durchquert von übergreifenden Querschnittshandlungen.
- Digitalisierung innovativ etablieren und Kommunikation herstellen
- Klima aktiv schützen
- Geschlechtergerechtigkeit herstellen und Barrierefreiheit sicherstellen
- Demografischen Wandel erfassen und berücksichtigen
Bürgerbeteiligung
Die Erarbeitung und die Anerkennung dieses Konzeptes setzte eine intensive Beteiligung der Bevölkerung (Senioren, Erwachsene und Jugendliche), Verwaltung, Politik, Unternehmen und Vereine voraus. Für eine repräsentative Umfrage wurden insgesamt 16 verschiedene ortsteil- und zielgruppenbezogene Bürgerbeteiligungsveranstaltungen durchgeführt. So konnten unmittelbar die Ideen und Hinweise in Form von Visionen, Zielen und Maßnahmen aufgenommen werden.
Nach einem öffentlichen Aufruf und einem anschließenden Losverfahren wurde zur Begleitung des Prozesses eine fachübergreifende Arbeitsgruppe “Prozess- und Beteiligungsberatung” eingerichtet. Diese setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Politik, der Verwaltung, verschiedener Interessenverbände sowie Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlicher Altersgruppen zusammen. Die Arbeitsgruppe begleitete den Entwicklungsprozess, fungierte als Bindeglied zwischen den Beteiligten und beriet über die Inhalte und die Ausgestaltung des Beteiligungsverfahrens.
Insgesamt trägt das Integrierte Gemeindeentwicklungskonzept dazu bei, die Lebensqualität vor Ort zu sichern und weiterzuentwickeln sowie die Gemeinde langfristig attraktiv, nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten.
Das Integrierte Gemeindeentwicklungskonzept wird den Rahmen für künftige Entscheidungen der politischen Gremien sowie eine Leitlinie für das Verwaltungshandeln bilden und dient ebenfalls dazu, nachhaltig Fördermittel des Bundes und Landes in die Gemeinde einzuwerben.
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