„Bühne frei für Alita“: Musik gegen das Vergessen

Konzert vom 25.10.2026 „Bühne frei für Alita“: Musik gegen das Vergessen
Am Sonntag, 25. Oktober, luden drei Henstedt-Ulzburger Institutionen, die Vereine „forum – Kultur in Henstedt-Ulzburg“, „BürgerAktiv“ gemeinsam mit dem Seniorenbeirat zu einem besonderen Konzert ins Bürgerhaus ein. Unter dem Titel „Bühne frei für Alita“ präsentierte die Sängerin Steffie Steup ihr persönliches Herzensprojekt – eine musikalische Hommage an ihre 93-jährige Mutter Alita, die in jungen Jahren selbst von einer Karriere als Sängerin träumte, aus der leider nichts geworden ist. Alita hat sich immer gewünscht, dass sie ihre Stimme vererbt. Dieser Traum hat sich erfüllt. Ihre Tochter Stephanie hat das Talent und die Freude am Singen nicht nur von der Mutter geerbt, Sie arbeitet als Musikerin, Sängerin und Entertainerin – es darf auch gerne mal auf plattdeutsche sein.
„Die Lieder des Konzerts waren der persönliche Soundtrack eines langen Lebens. Sie zeigten, wie Musik Erinnerungen trägt, Emotionen weckt und Menschen auch im hohen Alter erreicht. Jede und jeder sammelt im Laufe des Lebens ein eigenes Repertoire an Liedern, das im Umgang mit Demenz eine wichtige Rolle spielen kann. Dies hilft Angehörigen und Pflegekräften, Zugang zu Seele und Kopf zu finden – oft dort, wo Worte nicht mehr reichen“, erklärt das Organisationsteam. „Das Konzert macht diese Wirkung der Musik erfahrbar. Man erinnert sich mit dem Herzen an schöne Momente, die der Kopf schon vergessen hat. Musik lässt Menschen fühlen, ohne denken zu müssen. Bewegung zur Musik gelingt – in großen oder kleinen Schritten.“
Das ist an diesem Nachmittag bestens gelungen. Die Besucherinnen und Besucher sangen und klatschen mit. Steffi Steup hatte mit der Auswahl ihrer Lieder den Nerv der Gäste getroffen. Auf humorvolle Weise erzählte sie Episoden aus dem Leben ihrer Mutter. „Ik snack un süng ok mal op plattdüütsch, weil ich so groß geworden bin,“ erklärte Steffi. „In der Grundschule war Hochdeutsch die erste Fremdsprache für mich!“ Gerade dieses Platt fand großen Anklang.
Als sie zum Abschied mit ihrer Mutter auf der Bühne einige Lieder zum Besten gab, wurden beide mit Standing Ovations gefeiert.
„Es war ein gelungener Nachmittag, nur schade, dass nicht noch mehr Besucherinnen und Besucher den Weg zu uns gefunden haben. Es hätte ihnen bestimmt auch Freude gemacht,“ bedauerten die Organisatoren, die sich mit Kaffee und Kuchen viel Mühe gegeben haben.