Historisch: Wiedereröffnung der Wilstedter Straße wird von WZV und Gemeinde mit Grillwurst und Getränken gefeiert
Die lange Zeit der Umwege und der Einschränkungen für die Anliegenden in der Wilstedter Straße ist vorbei: Seit dem 14. August ist die Wilstedter Straße – der Gemeindeverbindungsweg 106 – bereits für den Verkehr freigegeben, zum Monatsende wurde dieses Ereignis gemeinsam mit den Anwohnenden, der Politik und der Presse gefeiert. Der Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) lud die geladenen Gäste gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung auf dem Rhener Markplatz zu Grillwurst im Brötchen und Getränken ein. Bürgermeisterin Ulrike Schmidt und der 1. Stellvertretende WZV-Verbandsvorsteher Klaus Gerdes freuten sich, über 150 Interessierte bei dem kleinen Fest begrüßen zu können.
„Heute feiern wir offiziell die Wiedereröffnung der Wilstedter Straße! Sie ist eine gut genutzte Ost-West-Verbindung und somit war die Sanierung das wichtigste Infrastrukturprojekt der jüngsten Zeit in unserer Gemeinde“,
sagte Ulrike Schmidt.
„Dass sich hier etwas tun musste – und zwar längst überfällig – das stand außer Frage. Ich freue mich besonders, dass die Sanierung der Wilstedter Straße schneller, als ursprünglich geplant, fertig gestellt wurde – und zwar fast ein Jahr früher!“
Wie die Bürgermeisterin erklärte, gab es dafür mehrere Gründe. Zum einen stellte sich die Qualität des Untergrunds der Straße als besser heraus, als es die ersten Bodenproben annehmen ließen. Zum anderen verlief die Zusammenarbeit mit den zuständigen Strom- und Wasserversorgern optimal, sodass vieles parallel erledigt werden konnte – was auch Zeit sparte. Außerdem gab es statt acht insgesamt drei Bauabschnitte, sodass also mehr „in einem Rutsch“ gearbeitet werden konnte
„Und, ein ganz besonders wichtiger Grund: Die Zusammenarbeit mit den Anwohnenden hat hier super funktioniert – die bauausführende Firma war sehr flexibel bei Anliegen der Anwohnenden und auch die Anliegerinnen und Anlieger zeigten eine hohe Akzeptanz für das Projekt. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Ihnen bedanken“,
so Ulrike Schmidt, die auch auf die Neuerungen in der Wilstedter Straße einging. Da die Straßenschäden behoben wurden, entfällt nach der Sanierung nun die Geschwindigkeitsreduzierung und es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Im Bereich vor der Paracelsus Klinik sind 30 km/h als Höchstgeschwindigkeit erlaubt. Es gibt auch keine „Verkehrsinseln“ mehr. Zudem wurde ein einseitiger Radschutzstreifen errichtet, der im Ausbaukonzept der Wilstedter Straße von Beginn an vorgesehen war. Auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und nach Informierung des Planungsausschusses am 18. Mai ist die Verlängerung des Schutzstreifens ab der Norderstedter Straße bis zur Einmündung Hamburger Straße/Ulzburger Straße geplant worden.
„Ich weiß, dass der neue Radschutzstreifen – und vor allem die Regeln, die dieser mitbringt – bereits zu vielen Irritationen geführt haben. Aber ich hoffe sehr, dass nach einer Umgewöhnungsphase die Wilstedter Straße von allen Verkehrsteilnehmenden gut, richtig und sicher genutzt wird“,
erklärte die Bürgermeisterin.
Klaus Gerdes ging in seiner Ansprache noch einmal auf die Historie ein, schließlich hatte die gesamte Entwicklung des Projekts 16 Jahre gedauert.
„Als professioneller Dienstleister und Straßenbaulastträger trägt der WZV eine besondere Verantwortung. Unsere Aufgabe ist es nicht nur allein, eine Straße zu bauen. Wir schaffen eine leistungsfähige und sichere Infrastruktur, die Menschen miteinander verbindet, Wirtschaftsstandorte erschließt und die Mobilität für kommende Generationen gewährleistet“,
sagte er.
„Ein Straßenbau dieser Größenordnung bedeutet deshalb weit mehr als Asphalt, Leitungen, und Erdarbeiten. Dahinter stehen umfangreiche Planung- und Genehmigungsprozesse, zahlreiche Beteiligte, intensive Abstimmungen und nicht zuletzt die Bereitschaft, über viele Jahre gemeinsam an einem Ziel festzuhalten.“
Er dankte – von den Planerinnen und Planern, Ingenieurinnen und Ingenieuren, ausführenden Unternehmen, Behörden, politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern bis zu den Bürgerinnen und Bürgern – allen an dem Projekt Beteiligten.
Bei einer gemeinsamen Grillwurst und Getränken tauschten sich die Gäste miteinander aus.
„Dabei habe ich viele interessante Gespräche geführt, auch wenn es von den Anwohnenden durchaus Kritik gab. So fordert die Bürgerinitiative Wilstedter Straße, dass wieder Tempo 30 gelten sollte. Da nach der Sanierung jedoch die Straßenschäden behoben wurden, können wir dort als Gemeinde jedoch keine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h anordnen“,
erklärte Bürgermeisterin Ulrike Schmidt.
„Ein weiterer Anwohner zeigte sich unzufrieden darüber, dass die Ampel an der Kreuzung Wilstedter Straße/Norderstedter Straße noch nicht funktioniert. Leider gibt es Lieferschwierigkeiten bei einem rechtzeitig bestellten Steuergerät zur sicheren Ampelschaltung, aber die Arbeiten sollen Ende September abgeschlossen sein. Bis dahin haben wir zwei Bedarfsampeln für Fußgängerinnen und Fußgänger, die die Norderstedter Straße queren wollen, errichtet. Und ich möchte an dieser Stelle auch noch einmal an alle Autofahrenden appellieren, sich an die allgemein geltenden Verkehrsregeln zu halten und mit Rücksicht sowie Bedacht zu fahren.“
