Ein Problem für die Umwelt – und für die Gemeindekasse: Illegale Müllentsorgung in Henstedt-Ulzburg nimmt zu

Müll, der einen ganzen Anhänger füllt, haben die BBH-Mitarbeitenden jüngst vom „Park + Ride“-Parkplatz am Autobahnzubringer entfernt.

Müll, Sperrmüll, aber auch umweltgefährdende andere Stoffe wie zum Beispiel Autobatterien, Öle oder ganze Gebinde mit Farben und Farbresten entfernen die Mitarbeitenden des gemeindlichen Baubetriebshofs (BBH) regelmäßig aus dem Gemeindegebiet. Die stark angestiegene illegale Müllentsorgung wird in Henstedt-Ulzburg zunehmend zu einem Problem – für die Umwelt und auch für die Gemeindekasse. 

„Nicht nur der Hausmüll, der nach wie vor in und neben den öffentlichen Abfallbehältern – zum Beispiel entlang der Wanderwege – entsorgt wird, bereitet uns zunehmend Arbeit und Kosten, sondern auch die extrem angestiegene Entsorgung von Sperrmüll in den Grünanlagen, Waldflächen und den Außenbereichen“,

sagt BBH-Leiter Arnim Steffens.

„Das führt zu Entsorgungskosten von deutlich über 20.000 Euro im Jahr. Im Falle von Sondermüll erhöht sich der Betrag sogar noch."

Wie er erklärt, sind derzeit drei BBH-Mitarbeitende mindestens einen Tag pro Woche ausschließlich mit der Entsorgung illegal abgelagerten Unrats beschäftigt.

„Zudem müssen immer häufiger auch Kollegen aus dem gärtnerischen Bereich zusätzlich zur Müllentsorgung herangezogen werden“,

so Arnim Steffens.

„Neben den Kosten, die diese Zusatzarbeiten verursachen, schlagen natürlich auch die dadurch entstehenden Einsatzstunden zu Buche, die das eingesetzte Personal dann nicht zur Erledigung der originären Aufgaben zur Verfügung steht.“ 

Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg bittet aus aktuellem Anlass noch einmal um Umsicht.

„Den meisten Bürgerinnen und Bürgern ist der illegal entsorgte Müll ein Dorn im Auge.  Mehrfach jede Woche erhalten wir via Mängelmeldungen Informationen über in der Landschaft abgelagerten Unrat – für diese Hinweise sind wir dankbar“,

erklärt Bürgermeisterin Ulrike Schmidt.

„Noch besser wäre es aber natürlich, wenn einfach kein Müll mehr in unserem Gemeindegebiet illegal abgelegt würde. Schützen Sie die Umwelt und auch unsere Ressourcen – und nutzen Sie für die Entsorgung von Sperrmüll und Schadstoffen die Recyclinghöfe des Wege-Zweckverbands. Das ist unkompliziert, kostenlos und umweltfreundlich.“

Als Privatkundin und -kunde aus dem Verbandsgebiet kann man bis zu zwei Kubikmeter Sperrmüll inklusive Elektro-Schrott und Altmetallen auf den vier Recyclinghöfen zu den Öffnungszeiten abgeben – bei Bedarf auch mehrmals im Jahr. Schadstoffe werden dort ebenfalls angenommen. Zudem kann die mobile Schadstoffsammlung genutzt werden, die in Henstedt-Ulzburg das nächste Mal am Dienstag, 27. Oktober, am Rathaus Halt macht. Die Recyclinghöfe sind in Norderstedt, Oststraße 144, Schmalfeld, Dammberg an der L 234, Bad Segeberg, Am Wasserwerk 3 und in Damsdorf/Tensfeld, Tarbeker Landstraße 6. Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.wzv.de unter dem Menüpunkt „Entsorgung“.

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