Reges Interesse und engagierte Fragen bei der Öffentlichkeitsveranstaltung zur Kommunalen Wärmeplanung

Klimaschutzmanagerin Hannah Grünewald (links) stellte gemeinsam mit Ulrike Sommermeyer und Dr. Manuel Gottschick von OCF Consulting den Entwurf der Kommunalen Wärmeplanung vor.

Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg treibt die Wärmewende vor Ort voran und setzt dabei bewusst auf Dialog und Beteiligung: Mit einer Öffentlichkeitsveranstaltung im Ratssaal wurde die Kommunale Wärmeplanung vorgestellt und gemeinsam mit den Bürgerinnen sowie Bürgern diskutiert. Rund 40 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich über die zentralen Ergebnisse der Planung zu informieren und aktiv einzubringen. Nach einem Grußwort der 1. stellvertretenden Bürgermeisterin Claudia Meyer präsentierte das Hamburger Fachbüro OCF Consulting die erarbeiteten Analysen, Potenziale und möglichen Versorgungsstrukturen für die kommenden Jahre. Im Fokus standen dabei zentrale Zukunftsfragen: Welche Wärmeversorgung passt zu welchen Ortsteilen? Welche Rolle können Wärmenetze übernehmen? Und wie gelingt der Weg zu einer klimafreundlichen, bezahlbaren und zukunftssicheren Wärmeversorgung bis 2040?

„Henstedt-Ulzburg steht dabei vor besonderen Herausforderungen und Chancen: Der hohe Anteil an Reihenhaussiedlungen erfordert passgenaue, sozialverträgliche Lösungen“,

sagte Ulrike Sommermeyer von OCF Consulting.

„Entsprechend sieht die Planung unter anderem nachbarschaftliche Versorgungskonzepte, Wärmeliefercontracting für Privathaushalte sowie ein Quartierswärmemanagement vor, um die Umsetzung vor Ort gezielt zu unterstützen.“

Im Anschluss an den Vortrag wurde die Wärmeplanung konkret: In offener Atmosphäre kamen Bürgerinnen und Bürger an ortsteilbezogenen Themenständen mit Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung ins Gespräch.

„Dabei wurden zahlreiche Fragen, Hinweise und Anregungen gesammelt – von individuellen Sorgen bis hin zu konkreten Ideen für die Umsetzung. Besonderes Interesse erregte die Frage nach der zukünftigen Belastbarkeit des Stromnetzes, etwa im Zusammenhang mit der zunehmenden Nutzung von Wärmepumpen, E-Autos und Klimaanlagen“,

so Klimaschutzmanagerin Hannah Grünwald.

„Die Rückmeldungen aus der Veranstaltung sind für uns enorm wertvoll. Sie helfen uns, die nächsten Schritte praxisnah und bedarfsgerecht zu gestalten. Deutlich wurde auch: Die Wärmewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die wir nur gemeinsam erfolgreich umsetzen können.“

Ein weiterer Vortrag von Dr. Manuel Gottschick von OCF Consulting zeigte auf, wie Gebäude „wärmefit“ gemacht werden können – von effizienten Sanierungsmaßnahmen bis hin zu einfachen, sofort umsetzbaren Schritten für Eigentümerinnen und Eigentümer.

„Damit wurde deutlich: Die Wärmewende beginnt nicht nur auf kommunaler Ebene, sondern auch im eigenen Zuhause“,

erklärte er.

Die Kommunale Wärmeplanung wird aktuell öffentlich ausgelegt: Bis einschließlich 30. August 2026 können Bürgerinnen und Bürger den Entwurf einsehen und Stellungnahmen abgeben. Die Unterlagen liegen im Rathaus der Gemeinde Henstedt-Ulzburg, Rathausplatz 1, im 3. Obergeschoss (Zimmer 3.17) während der Öffnungszeiten aus – also montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8 bis 12 Uhr sowie donnerstags zusätzlich von 13 bis 18 Uhr. Zudem ist die digitale Fassung auf der Website der Gemeinde unter www.henstedt-ulzburg.de im Bereich „Bekanntmachungen“ im Anhang der Bekanntmachung „Auslegung des Entwurfs der Kommunalen Wärmeplanung für die Gemeinde Henstedt-Ulzburg“ abrufbar. Stellungnahmen können während des Auslegungszeitraums postalisch oder per E-Mail an klimaschutz@h-u.de eingereicht werden.

„Mit der Kombination aus fachlicher Planung und aktivem Austausch setzt Henstedt-Ulzburg ein klares Zeichen: Die Zukunft der Wärmeversorgung wird gemeinsam gestaltet – transparent, praxisnah und mit Blick auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort“,

freute sich Hannah Grünewald.

Zurück