Die nächsten Schritte bei der Umsetzung der Offenen Ganztagsbetreuung

Björn Sumpf, kaufmännischer Leiter des Eigenbetriebs Kinderbetreuung, Bürgermeisterin Ulrike Schmidt (Mitte) und Marina Schrader, Sachgebietsleiterin „Bildung, Freizeit und Kultur“ berichten zum Stand bei der Offenen Ganztagsbetreuung.

In Henstedt-Ulzburg wird mit Hochdruck an der Umsetzung der Offenen Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder gearbeitet. Die Verwaltung kooperiert dafür eng mit dem Eigenbetrieb Kinderbetreuung Henstedt-Ulzburg, damit es pünktlich losgehen kann. Denn ab dem 1. August dieses Jahres gibt es den bundesweiten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern – bedarfsunabhängig an fünf Tagen in der Woche im Umfang von acht Zeitstunden, in denen die Unterrichtszeit enthalten ist. Dieser gilt für Kinder, die ab dem Schuljahr 2026/2027 die erste Klasse besuchen werden. In den Folgejahren wird der Anspruch stufenweise um je eine Jahrgangsstufe ausgeweitet. Ab dem Schuljahr 2029/2030 ist für alle vier Jahrgangsstufen eine Ganztagsbetreuung anzubieten. 

„Die Einführung des Offenen Ganztags ist ein wichtiger Schritt – nicht nur für die Eltern hinsichtlich der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern für die Kinder. Denn schließlich wollen wir den Ganztagsausbau zur Erhöhung der Bildungschancen aller Kinder nutzen“,

sagt Bürgermeisterin Ulrike Schmidt.

„Die Umsetzung des Betreuungsanspruchs stellt uns als Gemeinde jedoch vor große Herausforderungen. Der Start wird in den vorhandenen Räumlichkeiten sein, aber es sind an allen Grundschulstandorten in Henstedt-Ulzburg bauliche Maßnahmen geplant. Im Laufe dieses Jahres werden die Interimscontainer aufgestellt und für den Offenen Ganztag ausgestattet. Vorbereitende Maßnahmen erfolgen bereits.“

Wie sie erklärt, ist das Ziel, allen Schulkindern eine qualitativ gute Betreuung in multifunktional eingerichteten Räumlichkeiten zu bieten. So wird die Betreuung durch Bestandspersonal des Eigenbetriebs Kinderbetreuung sowie neue Betreuungskräfte sichergestellt. 

Eine Bedarfsabfrage bei den Eltern hat bereits stattgefunden.

„Dabei haben wir viele positive Rückmeldungen bekommen“,

so Antje Heydecke, Fachbereichsleiterin „Allgemeine Verwaltung“.

„Wir freuen uns über die große Nachfrage an der Betreuung im  Offenen Ganztag. Das zeigt, dass unsere Planungen und Ausgestaltungen auf großes Interesse stoßen.“

So werden verschiedene Module angeboten. Das rechtsanspruchserfüllende Modul – ab Unterrichtsstart im Umfang von acht Zeitstunden – ist gesetzlich auf 135 Euro pro Monat gedeckelt. Zusätzlich können jeweils kostenpflichtig ein Frühmodul für die Betreuung ab 7 Uhr und/oder ein Spätmodul bis 17 Uhr beziehungsweise maximal bis 18 Uhr dazu gebucht werden. Die Offene Ganztagsbetreuung gilt auch für die Ferien. Ausgenommen ist dann erstmals ab 2027 eine Schließzeit von zwei Wochen in den Sommerferien. 

„Für die Platzvergabe ist es geplant, bis zu den Sommerferien eine Satzung für den Offenen Ganztag politisch zu beschließen“,

erklärt Björn Sumpf, kaufmännischer Leiter des Eigenbetriebs Kinderbetreuung Henstedt-Ulzburg.

„Die Satzung berücksichtigt auch die aus dem Kindertagesstätten-Bereich bekannte Geschwisterermäßigung, wobei aber ausschließlich Kinder des Offenen Ganztags bedacht werden, und Sozialstaffel für Eltern mit geringem Einkommen.“

Nachdem die Satzung beschlossen wurde, können Eltern verbindliche Anmeldungen beim Eigenbetrieb Kinderbetreuung vornehmen. 

„Wir freuen uns, den Kindern mit dem Offenen Ganztag gute ganztägige Lern- und Erfahrungssorte in den vier Grundschulen zu ermöglichen“,

sagt Jan Schmeling, pädagogischer Leiter des Eigenbetriebs Kinderbetreuung Henstedt-Ulzburg.

„Der Tagesablauf im Offenen Ganztag wird dabei an unsere bewährte Betreuung in den Horten mit einem Mittagsangebot, der Hausaufgabenbetreuung und weiteren pädagogischen Angeboten angelehnt.“

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