Nachhaltige Verpackungen mit Zukunft

Günter Hoffmann GmbH & Co. KG investiert in Qualität und Wachstum am Standort Henstedt-Ulzburg

Wirtschaftsförderer Sebastian Döll, Produktionsleiter Ronald Fenski, Geschäftsführer Henrik Jensen (von links) und Bürgermeisterin Ulrike Schmidt vor der neuen Druckmaschine der Firma Günter Hoffmann.

Im Rahmen eines Unternehmensbesuchs informierten sich Bürgermeisterin Ulrike Schmidt und Wirtschaftsförderer Sebastian Döll über die neuesten Entwicklungen bei der Günter Hoffmann GmbH & Co. KG in der Rudolf-Diesel-Straße. Das Unternehmen ist seit 2014 in Henstedt-Ulzburg ansässig und beschäftigt rund 90 Mitarbeitende – davon 20 im kaufmännischen Bereich. 

„Mit der Firma Günter Hoffmann haben wir ein innovatives Unternehmen am Standort, das sich konsequent an den Bedürfnissen seiner Kundinnen sowie Kunden orientiert und dabei Verpackungen möglichst nachhaltig gestaltet“,

zeigte sich Ulrike Schmidt beeindruckt. Anlass des Besuchs war die Inbetriebnahme einer neuen Druckmaschine, in die das Unternehmen im einstelligen Millionenbereich investiert hat. Dabei ist Günter Hoffmann bei der Beschaffung nachhaltig vorgegangen: Statt einer Neuanschaffung wurde ein gebrauchter „Youngtimer“ erworben, der zwei kleinere Maschinen ersetzt.

„Nach zehn Jahren im Einsatz an anderer Stelle kann sie noch weitere 15 bis 20 Jahre für Günter Hoffmann arbeiten“,

erklärte Produktionsleiter Ronald Fenski.

„Dank zusätzlicher Qualitätskontrollsysteme und moderner Hilfsprogramme für unsere Mitarbeitenden können wir die Druckqualität deutlich verbessern – und das bei gleichzeitig effizienteren Abläufen.“

Günter Hoffmann ist Teil der HZI (Halbzellstoff-Industrie)-Gruppe.

„Die HZI verbindet leistungsfähige und innovative Kartonhersteller und -veredler sowie Verpackungshersteller in einer gemeinsamen Unternehmensgruppe“,

so Geschäftsführer Henrik Jensen.

„Insbesondere die Vorteile einer konstanten Rohstoffversorgung und vielfältigen Rohstoffauswahl bieten allen Gruppenkundinnen und -kunden ein umfangreiches Produktportfolio sowie hohe Liefersicherheit.“

Günter Hoffmann entwickelt und produziert kundenindividuelle Verpackungen für den Food- und Non-Food-Bereich – von der kleinen Schraube bis zum 24-Kilogramm-Fisch soll für jedes Produkt die passende Lösung gefunden werden.

„Jede Verpackung stellt eigene Anforderungen an Stabilität, Kompaktheit und Feuchteresistenz“,

sagte Ronald Fenski, der den partnerschaftlichen Ansatz von Günter Hoffmann als besonders charakteristisch hervorhob.

„Möchte ein Kunde eine neue Verarbeitungslinie installieren, begleiten wir das Projekt von Beginn an, stimmen uns eng mit dem Maschinenbauer ab und testen die Verpackung unter realen Produktionsbedingungen. Am Ende steht die beste Lösung im Sinne der Kundin oder des Kunden.“

Ein bewährtes Instrument zur Fachkräftegewinnung ist die eigene Ausbildung. Derzeit bildet das Unternehmen drei Auszubildende im kaufmännischen Bereich und eine Packmitteltechnologin aus. Geschäftsführer Henrik Jensen richtete einen klaren Aufruf an Interessierte:

„Wir möchten gerne bis zu drei weitere Auszubildende im Produktionsbereich einstellen. Wer in einem internationalen Unternehmen arbeiten und Teil eines vielseitigen Teams aus verschiedensten Nationen werden möchte, ist bei uns herzlich willkommen.“

Wie er erklärte, nutze das Unternehmen für die Gewinnung lokale Formate wie die Azubi-Messe und Speed-Datings. Auch die Netzwerkveranstaltungen der Wirtschaftsförderung gäben hilfreiche Impulse, zum Beispiel zum Umgang mit Mitarbeitenden 50+ und wie diese möglichst lange im Unternehmen gehalten werden können.

An Henstedt-Ulzburg schätze Günter Hoffmann vor allem die hervorragende Anbindung an die A7 sowie die gute ÖPNV-Anbindung durch die Busroute in der Rudolf-Diesel-Straße und den On-Demand-Shuttle „hvv hop“. Die Nähe zu Hamburg ermögliche den Zugang zu hochqualifizierten Fachkräften und zu den technischen Instituten der Hamburger Hochschulen. Wirtschaftsförderer Sebastian Döll betonte die Bedeutung des Unternehmens für den Standort:

„Die Entwicklung und Herstellung von Verpackungen ist eine wichtige Säule unseres Wirtschaftsstandorts. Die direkte Lage an der A7 und der Zugang zum Hamburger Arbeitsmarkt sind klare Standortvorteile von Henstedt-Ulzburg in der NORDGATE-Region – und Günter Hoffmann ist ein starkes Beispiel dafür, wie Unternehmen diese Vorteile erfolgreich nutzen.“

Die Attraktivität des Standorts spiegelt sich auch in der hohen Nachfrage nach Wohnraum wider. Das Unternehmen wünsche sich insbesondere weiteren bezahlbaren Wohnraum für gewerbliche Mitarbeitende und Auszubildende.

„Erfreulicherweise tut sich in Henstedt-Ulzburg auf diesem Gebiet bereits einiges: Während 2024 53 neue Wohneinheiten genehmigt wurden, stieg diese Zahl 2025 auf beachtliche 413. Von diesen Genehmigungen entfallen 63 auf Einfamilienhäuser, zwölf auf Doppelhaushälften und 338 auf den Geschosswohnungsbau“,

sagte Bürgermeisterin Ulrike Schmidt.

„Gestiegene Finanzierungskosten machen geförderten Wohnungsbau mit vergünstigten Kreditkonditionen wieder attraktiver für Projektentwicklerinnen und -entwickler. Von diesen geförderten Wohnungen profitieren insbesondere Personen mit niedrigem Einkommen; darunter auch Auszubildende. Die Weichen sind gestellt – auch wenn weitere Anstrengungen nötig bleiben, um den Wohnungsmarkt zu entspannen.“

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