Der Vortrag „Die elektronische Patientenakte“ der Verbraucherzentrale sorgte für viele Gäste in der Kulturkate
Die elektronische Patientenakte (ePA) wurde für alle gesetzlich Versicherten in Deutschland vor rund einem Jahr eingeführt. Zu diesem komplexen Thema hatte sich der Seniorenbeirat an die Verbraucherzentrale gewandt. Es ging darum, mehr Informationen zu diesem riesigen Datenspeicher, zu den rechtlichen Regeln und Grenzen zu erhalten, sowie möglichst gute Hilfestellung bei der persönlichen Nutzung durch die Patientin oder den Patienten auf dem eigenen Smartphone zu bekommen. Seit dem Jahresbeginn 2026 bietet die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein den Vortrag „Die elektronische Patientenakte“ als Präsenzveranstaltung im Land kostenfrei an.
„Diese Gelegenheit haben wir natürlich genutzt und die Referentin der Verbraucherzentrale Katrin Reinhardt zu uns in die Kulturkate eingeladen,“
sagte Uwe Groth, Vorsitzender des Seniorenbeirats. Das Thema sprach zahlreiche Bürgerinnen und Bürger an, mit rund 70 Besuchern war die Kate am Nachmittag des 26. Februar sehr gut gefüllt.
„Das übertraf bei weitem unsere Erwartungen“,
meinte Uwe Groth.
„Die Gäste waren gut vorbereitet und hatten differenzierte Fragen mitgebracht. Bei der Beantwortung konnte Frau Reinhardt vieles klären und einordnen, immer wieder aber stieß sie auch auf Einschränkungen und Grenzen. Das ePA-System gibt es aktuell nur für gesetzlich Versicherte, die Krankenhäuser sind heute noch nicht eingebunden, jede Krankenkasse hat eigene Apps für die Nutzung eingeführt. Die Einrichtung des Zugangs ist bei allen komplex und schwierig. Hierbei wünschten sich die Zuhörerinnen und Zuhörer bessere Unterstützung durch die Krankenkassen, die ihrerseits dazu im Wesentlichen nur Onlinehilfen anbieten.“
Wie sich zeigte, tauchen weitere Fragen auf, wenn der Zugang zur ePA eingerichtet ist: Kann man die Daten in der ePA nach Themen sortieren? Gibt es Hilfestellung von den Kassen, um alte analoge Befunde in seine ePA aufzunehmen?
„Am Ende des Vortrags hatten alle ein breiteres Wissen über ihre ePA, es blieben aber eine Menge Fragen unbeantwortet“,
erklärte Uwe Groth.
„Als nächsten Schritt würde der Seniorenbeirat gerne eine Krankenkasse einladen, um das Thema weiter zu begleiten.“
