Wie steht es um die Zukunft des Dritten Ortes?
Wie soll es mit dem Dritten Ort als Lern-, Kultur, und Begegnungsraum sowie Treffpunkt für alle in Henstedt-Ulzburg weitergehen? Mit dieser Frage haben sich in diesem Jahr die Mitglieder verschiedener Gremien beschäftigt. Denn weil die Planungen am Standort City Center Ulzburg (CCU) in Stocken geraten sind, da die angemieteten Räumlichkeiten durch die Vermieterin noch nicht hergerichtet wurden, hat die Verwaltung das Thema noch einmal in die politische Diskussion gebracht.
„In der Hoffnung, dass durch dieses Projekt unser Zentrum an Attraktivität und wirtschaftlicher Kraft gewinnen könnte, hatte die Verwaltung empfohlen, an den Planungen des Dritten Ortes am Standort des CCU festzuhalten – auch da dadurch keine finanziellen Nachteile für die Gemeinde entstehen. Wir haben nun nach einer Vorberatung im Bildungs-, Jugend-, Kultur- und Sportausschuss (BJKS) am 3. Februar mit elf Stimmen dafür und zwei Stimmen dagegen sowie der Beschlussfassung in der Gemeindevertretung am 24. Februar mit 41 Stimmen dafür und 6 Stimmen dagegen die Grundsatzentscheidung bekommen: Die Planungen des Dritten Ortes am Standort CCU sollen nicht weiter fortgeführt werden“,
sagt Bürgermeisterin Ulrike Schmidt.
„Über die genaue Vorgehensweise mit dem bereits geschlossenen Mietvertrag wurde im Hauptausschuss am 17. Februar in nichtöffentlicher Sitzung beraten.“
Wie sie erklärt, wird die Verwaltung nun Schritte einleiten, um den Beschluss, die Planungen des Dritten Ortes am Standort des CCU zu stoppen, umzusetzen.
„Die grundsätzliche Idee zur Schaffung eines Dritten Ortes wird weiterhin von einer großen Mehrheit der Politik befürwortet. Es bleibt also abzuwarten, welche alternativen Maßnahmen zur Schaffung eines solchen Lern-, Kultur, und Begegnungsraumes für alle näher betrachtet werden“,
so die Bürgermeisterin.
„Wir bleiben dazu im Austausch. Zudem sind Politik und Verwaltung in interner Abstimmung darüber, wie unsere Gemeindebücherei als zentraler Bestandteil des Dritten Ortes an ihrem jetzigen Standort modernisiert und fit für die Zukunft gemacht und ein ansprechender Ort der Zusammenkunft wird. Wir werden ein neues Konzept erarbeiten und es der Politik vorstellen, damit diese die finanziellen Mittel dafür freigibt.“
Um die Wünsche der Nutzerinnen und Nutzer zu evaluieren, nimmt die Gemeindebibliothek an der „Sentobib“-Publikumsstudie teil. Noch bis zum 30. April können alle Interessierten bei dieser Umfrage mitmachen.
