Wo junge Menschen mit Fluchthintergrund im entspannten Rahmen schwimmen lernen
Schleswig-Holstein ist das Land zwischen den Meeren und so ist es nicht verwunderlich, dass das Schwimmen in der Region sehr beliebt ist. In Henstedt-Ulzburg gibt es mit dem Naturbad Beckersberg im Sommer eine Oase der Entspannung und verschiedene umliegende Erlebnis- und Thermalbäder in der Region laden ganzjährig zum Besuch ein – vorausgesetzt, es ist eine Freude und ein Genuss, im Wasser zu sein. Um bei jungen Menschen mit Fluchthintergrund für Sicherheit im Wasser zu sorgen und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, hat die Gemeinde Henstedt-Ulzburg in Zusammenarbeit mit der HolstenTherme Kaltenkirchen und der Schwimmschule Thieme erneut besondere Kurse organisiert. So bekamen Ende vergangenen Jahres bereits sechs Mädchen im Alter zwischen zehn und 18 Jahren Schwimmunterricht und aktuell läuft ein Kurs für sechs Jungen der gleichen Altersklasse.
„Der Bedarf an solchen Schwimmkursen ist absolut gegeben. Viele zu uns geflüchtete Menschen hatten in ihren Herkunftsländern nicht die Möglichkeit, schwimmen zu lernen. Es gibt eine Warteliste von weiteren Interessierten – in unterschiedlichem Alter und mit verschiedener Herkunft“,
sagt Integrationsbeauftragte Michelle Haug.
„Die Zusammenarbeit sowohl mit der Schwimmschule Thieme als auch mit der HolstenTherme läuft bestens. Und das bekommen wir auch von den Teilnehmenden zurückgespiegelt, die für diese Möglichkeit sehr dankbar sind.“
Eine finanzielle Unterstützung für die beiden Kurse in Höhe von 500 Euro gab es von der Gleichstellungsbeauftragten Svenja Gruber.
Für Sarah Kienast und ihr Trainerteam, zu dem auch Katja Müller gehört, sind die Kurse besonders spannend.
„Die Teilnehmenden kamen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen – die einen hatten anfangs Angst vor Wasser, andere waren schon einmal in einem Schwimmbad“,
erklärt Sarah Kienast.
„In einem entspannten Rahmen schauen wir dann, dass alle entsprechend ihrer Leistungen gefordert werden. In einer kleinen Gruppe funktioniert das gut. In der HolstenTherme können wir bei unserem Training erst in der ParadiesInsel im Flachwasser starten, um die Grundlagen zu vermitteln, und später ins Sportbecken wechseln – das ist super.“
Wie sie erklärt, sei das Ziel der Kurse nicht unbedingt das Erreichen eines Abzeichens, sondern vielmehr, dass sich die Teilnehmenden sicher im Wasser fühlen. Und genau das macht die HolstenTherme zu einem optimalen Partner für dieses Projekt.
„Wir legen bei uns großen Wert auf Sicherheit und lassen beispielsweise auch Minderjährige, die uns ohne Begleitung eines Erwachsenen besuchen wollen, erst einmal vorschwimmen, bevor sie alleine unsere WasserWelt nutzen können“,
so Badleitung Christina Fauck.
„Wir freuen uns, dass es uns durch die Erweiterung mit der ParadiesInsel möglich ist, diese Schwimmkurse der Integrationskoordinierung Henstedt-Ulzburg zu unterstützen.“
