Großer Beifall für den Bürgerpreisträger beim gut besuchten Neujahrsempfang
Über 200 Gäste kamen in das gut gefüllte Bürgerhaus zum diesjährigen Neujahrsempfang der Gemeinde. Darunter waren unter anderem zahlreiche Vertretende aus den örtlichen Vereinen, der Feuerwehr, der Polizei, der Wirtschaft und der Gemeindepolitik. Zudem kam Besuch aus dem Kreis sowie den umliegenden Kommunen. Dazu gehörten Landrat Jan Peter Schröder, Landesbrandmeister und Kreiswehrführer Jörg Nero, Norderstedts Stadtpräsidentin Petra Müller-Schönemann, Susanne Madetzky als Amtsdirektorin des Amts Kisdorf und Bad Segebergs 1. Stellvertretender Bürgervorsteher Wolfgang Tödt. Letztgenannter sprach genauso wie Jan Peter Schröder ein kurzes Grußwort. Zudem war der CDU-Landtagsabgeordnete Ole-Christopher Plambeck vor Ort. Als besondere Gäste konnten auch in diesem Jahr die Sternsinger begrüßt werden, die unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsinger gegen Kinderarbeit“ insgesamt 1.012,70 Euro und sieben dänische Kronen sammelten. Bürgervorsteher Henry Danielski und die 2. Stellvertretende Bürgermeisterin Doris Dosdahl führten durch die Veranstaltung. Sie vertrat Bürgermeisterin Ulrike Schmidt, die aufgrund von Krankheit kurzfristig ihre Teilnahme absagen musste.
„Unsere Bürgermeisterin Ulrike Schmidt wäre wirklich sehr gern heute hier gewesen“,
sagte Doris Dosdahl.
„Ich soll ganz herzliche Grüße von ihr übermitteln.“
Das Thema Feuerwehr zog sich wie ein roter Faden durch das Event. So spielte der Feuerwehrmusikzug der Freiwilligen Feuerwehr Henstedt-Ulzburg, als Auftakt in sein Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen, mehrere Musikstücke zur Auflockerung zwischen den Programmpunkten. Außerdem wurde erstmalig im Rahmen des Neujahrsempfangs der Bürgerpreis verliehen. Als Preisträger aus 2025 durfte sich das Team der Betreuenden der „Feuerfüchse“, also der Kinderfeuerwehr in Henstedt-Ulzburg, freuen. Aktuell gehören dazu der Leiter Ronny Ackermann sowie Stefan Krebs, Sarah Warnecke, Ole Stuhr, Finja Lühr, Ramona Schmuck, Rolf Biehl, Alexander Wasser und Lars Kabel. Fast das komplette Team kam in Begleitung einiger „Feuerfüchse“ zur Preisverleihung. In seiner Laudatio resümierte Jörg Nero die Geschichte der „Feuerfüchse“, die als eine der ersten Kinderfeuerwehren in Schleswig-Holstein und als erste im Kreis Segeberg vor nunmehr fast zehn Jahren gegründet wurden.
„Feuerwehr begeistert“,
sagte der Landesbrandmeister, der das außerordentliche Engagement der Betreuenden der „Feuerfüchse“ hervorhob, und erklärte zudem:
„Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg kann zu Recht stolz auf ihre Feuerwehr sein – mit all ihren Abteilungen von ganz klein bis groß.“
Ronny Ackermann übermittelte im Auftrag des gesamten Teams und der Mitglieder der Kinderfeuerwehr seine Freude und den Dank an die Gemeinde.
„Unser Konzept wirkt und das macht uns stolz“,
erklärte er.
„Wir sehen diese Auszeichnung nicht nur als Anerkennung unserer bisher geleisteten Arbeit, sondern auch als Motivation, den Weg weiter zu gehen.“
Sowohl Doris Dosdahl als auch Henry Danielski würdigten im Rahmen ihrer Ausführungen die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr in Henstedt-Ulzburg im Allgemeinen. Beide wiesen darauf hin, dass zahlreiche Einsatzkräfte bei den Bränden am 1. Januar im Umkleidegebäude auf der Sportanlage der Bürgermeister-Steenbock-Straße und am 6. Januar in einer Garage mit Werkstatt eines Privathauses an der Straße Beckershof in diesem Jahr bereits besonders gefordert waren.
In seiner Rede gab der Bürgervorsteher einen Rückblick auf 2025. Dabei erinnerte an die Gedenkveranstaltung wegen des immer noch andauernden Ukraine-Kriegs und die Bundestagswahl. Als positive Ereignisse nannte er die Eröffnung des „Platzes der Kinderrechte“ als Inklusionsspielplatz an der Straße Dammstücken, die durch Ingrid Wacker und das Team der „Kümmerer“ wiederum erfolgreich organisierte Kunst- und Kulturwoche Henstedt-Ulzburg, den durch den Verein „Henstedt-Ulzburg bewegt“ initiierten „Blaulichttag“, die Einwohnerversammlung zur Information über die großen Bauprojekte in der Gemeinde, das von dem Verein „Henstedt-Ulzburg Marketing“ für die Gemeinde erfolgreich umgesetzte Gemeindefest, das durch die Volkshochschulen Henstedt-Ulzburg und Ellerau umgesetzte Event im Rahmen der „Langen Nacht der Demokratie“ und die feierliche Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Altbürgermeister Volker Dornquast. Er schloss seine Rede mit einem großen Dank:
„Danke an alle haupt- und ehrenamtlich Tätigen in dieser Gemeinde, in der Verwaltung, der Politik, den Vereinen, Organisationen und Institutionen. Sie alle sind bemüht, immer das Beste zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger dieser Gemeinde zu erreichen“,
freute sich Henry Danielski.
„Gemeinschaft entsteht durch gemeinsames Handeln. Und gemeinsam ist auch Vieles zu schaffen. Seien Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger unserer schönen Gemeinde, ganz gewiss, dass wir die auch in diesem Jahr vor uns liegenden Probleme und Aufgaben gemeinsam bewältigen werden.“
Von der 2. Stellvertretenden Bürgermeister gab es unter dem Motto „das Rathaus in Zahlen“ – unter anderem mit 113 geschlossenen Ehen, 2.648 ausgehändigten Personalausweisen und 225.080 Besuchenden aus 117 verschiedenen Ländern bis Mitte Dezember auf der gemeindlichen Homepage – einen kurzen Rückblick aus Verwaltungssicht. Ihr Schwerpunkt war jedoch ein Ausblick auf 2026. Neben der Digitalisierung der Verwaltung nannte sie unter anderem die zu erwartende Fertigstellung der Wilstedter Straße, den für den 2. Juni geplanten Spatenstich beim Feuerwehrhaus Süd auf dem Rhen, die weiteren Schritte beim Neubau des Alstergymnasiums oder auch die Fortführung der Wiedervernässung des Henstedter Moors.
„Die größte Herausforderung wird es auch in 2026 nach wie vor sein, den Spagat zwischen der Übernahme von finanzieller Verantwortung und der Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde zu schaffen",
so Doris Dosdahl.
„Denn für unsere Gemeinde gilt wie für viele andere Kommunen: Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, die Haushaltslage dauerhaft zu stabilisieren. Das gelingt nur mit Augenmaß, Prioritätensetzung und einer engen Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und auch Wirtschaft.“
Aus diesem Grund dankte sie auch den Henstedt-Ulzburger Unternehmen und erklärte, dass die Gemeinde durch die Erweiterung der Gewerbegebiete – im Bebauungsplan Nummer 110 werden in der ersten Jahreshälfte insgesamt 19 neue Gewerbeflächen erschlossen und die Erschließung im Bebauungsplan Nummer 123 soll bis 2028 erfolgen – weiterhin ein attraktiver Standort für Investitionen bleibt.
