Der Seniorenbeirat blickt zurück auf ein ereignisreiches Jahr 2025 und gibt einen Einblick in seine Aktivitäten
Der Seniorenbeirat vertritt gegenüber der Kommune, den Parteien und der Öffentlichkeit die Interessen der über 60-jährigen Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Henstedt-Ulzburg – und das machen die Mitglieder mit Hand und Herz. So kann das ehrenamtlich tätige Gremium auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurückblicken – und möchte an dieser Stelle einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten im abgelaufenen Jahr geben.
Im Jahr 2025 bot der Seniorenbeirat Henstedt-Ulzburg eine Reihe von Veranstaltungen an. Als Auftakt zum Informationsangebot der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) präsentierte sich die VHH, gemeinsam mit dem Seniorenbeirat im City Center Ulzburg am 23. Januar 2025 mit einem gut besuchten Informationsstand.
„Jeder, der Fragen zur Nutzung des ‚hvv hop‘ hatte, war dabei herzlich willkommen“,
so Uwe Groth, Vorsitzender des Seniorenbeirats.
Im Februar konnte die Verbraucherzentrale Norderstedt zu einem Vortrag gewonnen werden. Unter dem Titel „Energie sparen heißt Geld sparen“ behandelte die Referentin Beate Oedekoven vielfältige Themen. So erklärte sie, wie man den Strom- und Gasverbrauch senken kann oder auch, wie die Preisbremse für Gas, Strom und Fernwärme funktioniert. Zudem informierte Beate Oedekoven dazu, ob es sich lohnt, den Anbieter zu wechseln.
Im März wurde zur Informationsveranstaltung zum Thema „Selbstbestimmte Vorsorge“ eingeladen. Bei diesem Event waren der Beirat Inklusion für Menschen mit Behinderung, die Inklusionsbeauftragten und der Seniorenbeirat in Henstedt-Ulzburg gemeinsam Gastgeber für den Pflegestützpunkt im Kreis Segeberg und die Betreuungsvereine Bad Bramstedt und Rickling.
„Denken Sie manchmal daran, dass eine schwere Erkrankung, ein Unfall oder das Älterwerden dazu führen, dass Sie auf die Hilfe und Unterstützung anderer angewiesen sind? Wir wollen Sie hierzu informieren“,
wusste Ulrich Mildenberger, der Leiter des Pflegstützpunktes in Norderstedt. Die Betreuungsvereine Bad Bramstedt und Rickling unterstützten zu den Themen Vollmachten und rechtliche Betreuung, der Pflegestützpunkt referiert zu den Themen Hilfe und Pflege.
Auch im April war das Interesse groß: Eine gut besuchte Kulturkate zu der Informationsveranstaltung mit dem Titel „Mobilität mit dem eigenen Auto ist keine Frage des Alters“ bewies dies. Der Fahrlehrer Werner Spließ, der seit 2010 für den Fahr-Fitness-Check des ADAC zuständig ist, erklärte:
„eine Verminderung des Fahrkönnens kann viele Ursachen haben. Die Konzentration oder das Hörvermögen lässt nach, eine schleichende Sehschwäche stellt sich ein.“
Sein Dank galt dem Seniorenbeirat eine solche Veranstaltung ermöglicht zu haben.
„Am Ende wurden zwei Fahrstunden des Fahr-Fitness-Check unter den anwesenden Gästen verlost“,
erklärte Uwe Groth.
„Viele Gäste buchten den Fahr-Fitness-Check für sich bei Herrn Spließ.“
Ebenfalls im April war Beate Oedekoven von der Verbraucherzentrale wieder zu Gast – „dieses Mal unter dem Motto „Mit Hitze ist nicht zu spaßen“. Beate Oedekoven kam in ihrem Vortrag mit dem Titel „Hitze, eine unterschätze Gefahr“ gleich zum Thema.
„Hitze betrifft alle Menschen, aber manche Bevölkerungsgruppen sind besonders gefährdet“,
führte die Expertin aus. Sie gab wichtige Tipps, um die Hitze auszusperren und Alarmzeichen für Hitzeerkrankungen zu erkennen. Sie schloss ihren Vortrag mit der Aufforderung, sich um einander zu kümmern. Ältere und Alleinstehende seien besonders gefährdet.
Im Juli hatte der Vorstand des Seniorenbeirates ein Gespräch mit der Bürgermeisterin Ulrike Schmidt über seniorenrelevante Themen.
Viele Menschen freuten sich Im September, dass wieder ein Gemeindefest stattfand – diesmal am Bürgerhaus. Der Seniorenbeirat hatte einen gemeinsamen Stand mit der VHH und dem „hvv hop“.
„Dabei ging der Seniorenbeirat erstmals mit der Idee für ein Reparatur-Café an die Öffentlichkeit und begann mit der Suche nach Handwerkenden und Fachleuten“,
so Uwe Groth.
„Das Reparatur-Café in Henstedt-Ulzburg soll in diesem Jahr realisiert werden. Unterstützt wird der Seniorenbeirat hierbei von dem Verein IN VIA und von der Volkshochschule Henstedt-Ulzburg.“
Der Pflegedienstleiter des Albertinen Hospiz Norderstedt, Jens Klindworth, stellte diese stationäre Einrichtung im November in der Kulturkate vor. Der Seniorenbeirat und „BürgerAktiv“ luden dazu ein. Das Hospiz in Norderstedt mit Palliativmedizinischer Versorgung und seelsorgerischer und psychosozialer Begleitung versteht sich als ein Ort, an dem Menschen mit unheilbaren, fortgeschrittenen Erkrankungen in Würde und Geborgenheit ihre letzte Lebensphase verbringen können.
Im Kommunalen Rat der Kriminalitätsverhütung - AG Umfeldverbesserung wird versucht, durch geeignete Maßnahmen Risikopunkte in der Gemeinde zu entschärfen. Im November wurde ein Hallenfußballturnier organisiert, um ein sportliches Freizeitangebot für Jugendliche zu schaffen. Das „Midnight Futsal“ fand von 17.30 bis 0 Uhr nachts in der Sporthalle des Alstergymnasiums statt. Der Seniorenbeirat unterstützte die Organisatoren personell bei der Zugangskontrolle zur Halle an diesem Abend.
„Wir organisieren nicht nur Veranstaltungen, sondern bilden uns auch weiter, um die Seniorinnen und Senioren noch intensiver mit Rat und Tat zu unterstützen zu können,“
sagte Barbara Ebert als stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirats. Der Landesseniorenrat informierte über die „Gestaltung der Aufgaben und der Arbeit in Seniorenbeiräten“ im Mai in der Kulturkate.
Ein weiterer Vortrag des Landesseniorenrats über „Digitalisierung – Künstliche Intelligenz für Senioren“ diente zur Weiterbildung. Geladen waren zusätzlich Vertreterinnen und Vertreter aus der Gemeindevertretung in Henstedt-Ulzburg, der Stadtvertretung in Kaltenkirchen, dem Seniorenbeirat Kaltenkirchen, dem Beirat Inklusion Henstedt-Ulzburg sowie der Seniorenunion Henstedt-Ulzburg.
„Digitale Teilhabe bedeutet, allen Seniorinnen und Senioren einen gleichberechtigten Zugang zu digitalen Werkzeugen und Wissen zu verschaffen. Viele ältere Menschen wünschen sich das nötige Know-how, um mit Familie und Freunden per Videochat in Kontakt zu bleiben, Online-Services (wie Arztbesuche oder Einkäufe) zu nutzen sowie ihre Freizeitinteressen digital auszuleben“,
so Uwe Groth.
„Unsere Absicht ist es, Senioren und Seniorinnen einen selbstbestimmten Zugang zur digitalen Welt zu eröffnen. Dazu wollen wir auch in diesem Jahr geeignete Veranstaltungen anbieten.“
In der zweiten Jahreshälfte etablierte sich eine Arbeitsgruppe zum Thema „Initiative gegen Vereinsamung von alten und jungen Menschen in der Gemeinde“. Daran nimmt der Seniorenbeirat neben der VHS, der Sozialberatung, dem Beirat Inklusion, einigen Parteien, den Inklusionsbeauftragten, der Gemeindeverwaltung sowie den Vereinen Regenbogen und „BürgerAktiv“ teil. Im Jahr 2026 will man mit ersten Projekten starten.
„Am Ende blicken wir auf die regelmäßigen Angebote des Seniorenbeirats, die allen Seniorinnen und Senioren zur Verfügung stehen“,
Zeitgleich zum Seniorencafé der St. Petrus Kirchengemeinde im Gemeindehaus Rhen bietet der Seniorenbeirat im Vorraum des Gemeindehauses einmal im Quartal eine Sprechstunde an, um auch dort mit Rat und Tat zu unterstützen.
„Hier sei verraten, dass wir anlässlich einer Vorstellung des Seniorenbeirats bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Residenz Fürstenhof, dieses Haus für Sprechstunden in Henstedt gewinnen konnten. Danke für das Entgegenkommen,“
ergänzte Uwe Groth.
„Start ist im Januar mit Beteiligung der VHH “
Die Sitzungen des Seniorenbeirats finden an jedem dritten Donnerstag im Monat um 15 Uhr im Rathaus statt. Diese sind ebenfalls öffentlich – und Seniorinnen sowie Senioren sind dort gern gesehene Gäste.
Außerdem bietet der Seniorenbeirat zusammen mit dem DRK einen Fahrdienst vom Ortsteil Rhen nach Ulzburg an. An jedem ersten Dienstag im Monat fährt der DRK-Bus vom Rewe Parkplatz auf dem Rhen zur VR-Bank Filiale in Ulzburg.
