Martin Mohr ist Henstedt-Ulzburgs neuer Ortsnaturschutzbeauftragter
Er gibt der Flora und Fauna Henstedt-Ulzburgs eine Stimme: Martin Mohr ist seit dem 1. Januar dieses Jahres der neue Ortsnaturschutzbeauftragte der Gemeinde. Ehrenamtlich vertritt der 67-Jährige damit das spezielle Interesse des Naturschutzes. Er wurde im vergangenen Jahr nach der Empfehlung am 7. Juli durch den Umweltausschuss am 22. Juli durch die Gemeindevertretung für dieses Amt bestellt. Zeitgleich wurde auch eine Richtlinie für die Bestellung und Geschäftsordnung eines Ortsnaturschutzbeauftragten beschlossen.
„Martin Mohr tritt die Nachfolge von Johannes Engelbrecht an, der seine Tätigkeit aus Altersgründen zu Ende 2025 niedergelegt hat. Ich danke ihm sehr für seinen jahrelangen Einsatz – insbesondere für das Henstedter Moor. Nun freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Martin Mohr, der bei seiner Vorstellung im Ausschuss bereits mit seiner Sachkunde im Bereich der örtlichen Natur und des Naturschutzes überzeugen konnte,“
führt Bürgermeisterin Ulrike Schmidt aus. Wie sie erklärt, soll durch die die Einführung einer Richtlinie „für die Bestellung und Geschäftsordnung einer/eines Beauftragten für Fragen des Ortsnaturschutzes in der Gemeinde Henstedt-Ulzburg“ die rechtliche und organisatorische Grundlage geschaffen werden, um die Funktion auf kommunaler Ebene weiterhin strukturiert weiterführen zu können. Denn bis 2007 erfolgte die Bestellung des Ortsnaturschutzbeauftragten auf der Grundlage des Landesnaturschutzgesetzes. Mit der damaligen Gesetzesänderung entfiel die gesetzliche Ermächtigung zur formellen Besetzung dieser Position.
„Wir – die Verwaltung und die Politik – sehen trotz des Wegfalls der gesetzlichen Regelung in der Fortführung dieser ehrenamtlichen Tätigkeit erhebliche Vorteile für unsere Gemeinde“,
so Ulrike Schmidt.
„Deswegen haben wir durch die Einführung der Richtlinie den Fortbestand dieser wichtigen Funktion dauerhaft gesichert und das Engagement für Natur- sowie Umweltschutz auf Ortsebene weiterhin gestärkt.“
Martin Mohr möchte als neuer Ortsnaturschutzbeauftragter vor allem das Interesse an Naturschutz wecken. Um das Thema präsent zu halten, hat er bereits viele Ideen, wie zum Beispiel das Einbinden von Schulen oder auch das Organisieren einer Fahrradtour, im Kopf.
„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe und die weitere Zusammenarbeit vor allem mit der Grünplanung der Gemeinde“,
erklärt Martin Mohr.
„Als Ur-Henstedt-Ulzburger sind mir nicht nur die örtlichen Gegebenheiten ganz gut bekannt, sondern als langjähriger Jäger kenne ich alles, was mit dem Naturschutz zusammenhängt. Um meine Kenntnisse noch einmal aufzufrischen und zu verbessern, werde ich im Mai ein dreitägiges Jagd- und Naturschutzseminar vom Landesjagdverband besuchen.“
Wie er sagt, kenne er auch seinen Vorgänger gut und werde es nicht scheuen, Johannes Engelbrecht bei Projekten, die vor allem das Henstedter Moor betreffen, hinzuzuziehen. Seinen Auftrag nehme er sehr ernst.
„Ich werde in Sachen Naturschutz die Augen immer offenhalten, Informationen sammeln, diese filtern, bewerten und platzieren“,
sagt er.
„Als Ortsnaturschutzbeauftragte habe ich zudem das Recht zur Teilnahme an allen Ausschusssitzungen. Mir steht ein Rede- beziehungsweise Anhörungsrecht bei Angelegenheiten, die Fragen des Ortsnaturschutzes betreffen oder betreffen können, zu. Es wird also von mir erwartet, dass ich mich dafür stark mache – und das werde ich, wenn nötig, auch gerne tun.“
