Erster Workshop über inklusive Sport- und Freizeitangebote

Mehr Transparenz und verbesserter Austausch erwünscht

Katja Mäckelmann, Trainerin für Karate im 1. SC Norderstedt mit der Karate-Schülerin Fritzi Wedemeyer

Die Teilnehmer*innen des Workshops „Inklusive Sport- und Freizeitangebote in Henstedt-Ulzburg“ wurden in der großen Sporthalle der Grundschule Ulzburg gleich von den beiden Beauftragten für Menschen mit Behinderung Britta Brünn und Uta Herrnring-Vollmer mit dem Angebot begrüßt, sich für die nächsten Stunden in einen Rollstuhl zu setzen. Das Angebot wurde vielfach angenommen und so rollerten Politiker*innen, Sportler*innen und weitere Neugierige gemeinsam mit anderen Teilnehmer*innen zu der Begrüßung von Klaus Rienecker, Referent Inklusion der Sportjugend Schleswig-Holstein. Mit viel Empathie und Begeisterung spricht sich dieser für den gemeinsamen Sport von allen Menschen aus, egal, ob mit oder ohne Behinderung.

Gelebte Inklusion zeigte anschließend Katja Mäckelmann, Trainerin für Karate und Mitglied des Beirats Inklusion, mit einer Karate-Schülerin. Zur Verdeutlichung zeigte sie auch, wie sie die Gebärdensprache in ihrem Unterricht einsetzt. In einer Talkrunde wurde von den Problemen von Eltern mit behinderten Kindern, die Sport- und Freizeitangebote suchten, sowie einer Trainerin mit einer Einschränkung, von einem Sportverein ohne Vorbehalte einbezogen zu werden, berichtet. In Henstedt-Ulzburg ist fast jeder vierte von einem Grad der Behinderung betroffen. Moderiert wurde die Veranstaltung durch Torben Heyl, Inklusionskoordinator des Kreissportverbandes Segeberg, und Christoph Blöh, Prozessbegleiter im Rahmen des „Projektes Teilhabe im Sport“ (ProTiS).  In Arbeitsgruppen wurden dann über die Vorstellung von inklusiven Sport- und Freizeitangeboten sowie die Problemfelder diskutiert. So stellte sich heraus, dass es für alle Interessenten wichtig ist, über barrierefreie Internetseiten möglichst gleich auf der Startseite einen Hinweis auf einen Ansprechpartner oder -partnerin für seine Belange – auch für Inklusion – zu finden, der einen nach Interessen und Möglichkeiten auch hinsichtlich möglicher finanzieller Förderungen berät. Schnuppertage und -zeiten sind für ein besseres Kennenlernen hilfreich.

Allgemein war das Resümee des Workshops, diese Veranstaltung am 5. November 2022 als Kick-off für weitere Treffen, vielleicht auch im kleineren Kreis, zu sehen. Alle schätzten die Gespräche mit anderen Beteiligten und somit die Entwicklung eines Netzwerkes. Die beiden Beauftragten für Menschen mit Behinderung freuten sich auch, dass zum Abschluss alle gemeinsam die Sporthalle aufräumten und somit den Willen einer weiteren Zusammenarbeit zeigten.

Auch viele Mitglieder des Beirats Inklusion für Menschen mit Behinderung beteiligten sich an den Gesprächen. Rainer Jaeger, 1. Vorsitzender des Beirats in Henstedt-Ulzburg schätzte die guten Gespräche auch mit Vorstand und Abteilungsleiterinnen des Sportvereins Henstedt-Ulzburg (SVHU). Er und die Mitglieder des Beirats Inklusion wollen gern diese Kommunikation miteinander fortführen. Sie freuen sich, wenn sich auch weitere Sport- und Freizeitanbieter in Henstedt-Ulzburg bei ihnen unter der E-Mail kontakt@beirat-inklusion-hu.de melden würden, damit alle Menschen gemeinsam mit viel Freude ihre Freizeit verbringen können.

Petra Hoff (Inklusionsagentur Norderstedt), Uta Herrnring-Vollmer und Britta Brünn (Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Gemeinde Henstedt-Ulzburg), Gabi Nemeth (SV Todesfelde von 1928 e.V.), hinten: Torben Heyl (Inklusionskoordinator Kreissportverband Segeberg e.V.), Christoph Blöh (Prozessbegleiter im Rahmen des „Projektes Teilhabe im Sport“ (ProTiS))

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