Bürgermeister Bauer übergibt Unterschriften gegen die Ostküstenleitung an Minister Habeck

Bürgermeister Stefan Bauer und Dr. Robert Habeck

Am Rande der gestrigen Sitzung des Schleswig-Holsteinischen Landtages hat Bürgermeister Stefan Bauer dem Energiewendeminister Dr. Robert Habeck 3600 Unterschriften gegen die Planung der 380kV-Ostküstenleitung durch die Gemeinde Henstedt-Ulzburg überreicht. Bis Mitte September konnten die Bürgerinnen und Bürger per Unterschrift gegen die geplante Trassenführung durch ihren Ort protestieren.

Herr Bauer betonte bei der Übergabe an den Minister noch einmal, welche enormen Belastungen mit einer Trassenführung durch den Ort verbunden wären. Die Protestnoten seien der Beweis dafür, dass neben Politik und Verwaltung auch die Bürgerinnen und Bürger sich gegen das Vorhaben der Tennet stellen. Minister Habeck zeigte sich von der Menge der Unterschriften beeindruckt und wies darauf hin, dass man sich weiterhin mit allen beteiligten Akteuren im Dialog befinde, um eine möglichst konfliktarme Trassenführung zu finden. Er machte aber auch deutlich, dass diese nach jetzigem Stand weiterhin durch Henstedt-Ulzburg verlaufen soll.

Im Zuge der Übergabe der Unterschriften informierte Bürgermeister Bauer den Minister auch über den Beschluss der Gemeindevertretung, sich zur derzeitigen Planung der Ostküstenleitung eine eigene Expertise einzuholen. Gerade die Frage, ob ein zusätzliches Umspannwerk im Bereich Beckershof notwendig ist oder ob dieses nicht im Umspannwerk Friedrichsgabe integriert werden könnte, soll von einem unabhängigen Sachverständigen überprüft werden. Die Gemeindevertretung hatte in ihrer letzten Sitzung des Jahres am 15. Dezember 2015 beschlossen, zur derzeitigen Planung der Ostküstenleitung im Bereich des Umspannwerks Friedrichsgabe und weiterer Fragestellungen einen Sachverständigen mit der Erstellung einer Expertise zu beauftragen.

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